Allgemein - Piratenpartei Dortmund

Sozialticket-Kürzung: „Soziale und wirtschaftliche Geisterfahrt“

Fraktion DIE LINKE & PIRATEN verurteilt Halbierung des Sozialticket-Zuschusses

Christian Gebel (Piratenpartei), verkehrspolitischer Sprecher der Ratsfraktion DIE LINKE & PIRATEN

Die Landesregierung will ihre Förderung des Sozialtickets ab 2019 auf 20 Millionen Euro kürzen. Das teilte das Landes-Verkehrsministerium mit. Der Rat der Stadt Dortmund, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Regionalverband Ruhr (RVR) hatten die Landesregierung zuvor aufgefordert, die Finanzierung des Sozialtickets zu sichern.

„Bus und Bahn sind bereits jetzt zu teuer, besonders natürlich für Menschen mit wenig Geld“, kritisiert Christian Gebel, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. „Eine Kürzung der Zuschüsse für das Sozialticket im kommenden Jahr auf 35 und ab 2019 auf 20 Millionen Euro jährlich ist angesichts der konjunkturellen Lage eine soziale und wirtschaftliche Geisterfahrt. Denn die Landesregierung weiß, dass weder die Verkehrsbetriebe noch die Kommunen das ausgleichen können. Und sie weiß auch, dass die Sicherung des sozialen Friedens zu den wesentlichen Aufgaben von Bund und Land zählt und das Sozialticket einen wertvollen Beitrag dazu leistet.“

„Ab 2019 setzt die Landesregierung einen neuen Schwerpunkt“, heißt es dazu lapidar im Schreiben des Verkehrsministeriums. „Der Schwerpunkt liegt also auf dem Abwälzen der Kosten für das Minimum sozialer Gerechtigkeit auf die Kommunen“, kommentiert Gebel.

Auch das angekündigte und bislang völlig diffuse Azubi-Ticket könne darüber nicht hinwegtäuschen, weiß Gebel: „Dessen Zuschuss in Höhe von 10 Millionen Euro gleicht die Kürzung beim Sozialticket bei weitem nicht aus. Und zwei finanziell schlecht gestellte Gruppen gegeneinander auszuspielen, ist nicht nur unsozial, sondern schäbig.“

Zum Vergleich: Der bisherige Sozialticket-Zuschuss von 40 Millionen Euro entspricht den Kosten von gerade einmal etwa einem Kilometer neuer Autobahn.

 

1 Kommentar zu “Sozialticket-Kürzung: „Soziale und wirtschaftliche Geisterfahrt“

  1. Kürzlich bin ich bei dem Versuch ein Sozialticket am Automaten zu erwerben gescheitert. Während meiner Elternzeit war die Lohnersatzleistung knapp und ich erhielt Wohngeld. Somit wurde ich Sozialticketberechtigt. Für Mai kaufte ich mein Ticket in einem Laden. Für Juni versuchte ich mich samstags am Automaten. Unter Menüpunkt Monatsticket suchte ich vergeblich. Erst später stellte sich heraus dass das Fenster Sozialticket für mich als groß gewachsenen Menschen nicht lesbar ist. Nur wenn ich mich erheblich bücke kann ich das erkennen. Alle anderen Fenster sind ganz normal sichtbar wie lesbar. Wie dem auch sei ich ging von einem defekten Automaten aus und stieg in die Bahn und es kam wie es kommen musste, 60 € zusätzlich soll ich armer Mann nun berappen.Den Widerspruch lehnte die Ruhrbahn ab , nun werde ich es bei der Schlichtungsstelle versuchen. Da ich mal flüchtig gelesen hatte dass das Ticket durch öffentliches Geld gefördert wird, stieß ich auf diesen Artikel hier. Ich selbst bin Mitglied der Linken und ich halte viel von kostenlosem Nahverkehr. Dennoch hätte ich mir gern ein Ticket gekauft wie ich es stets mache, wenn der Automat es mir nur angezeigt hätte. Nun frage ausgerechnet ich mich wozu das Ticket überhaupt gefördert wird. Es kostet etwa die Hälfte und dafür bietet es ja auch nur knapp die Hälfte. Wohin fließen also die Gelder? In funktionierende Rolltreppen? Kann nicht sein! Fahrstühle? Wohl kaum! An den Programmierer aus Schilda der die Automaten pflegt? Na hoffentlich nicht! Kann mir das jemand sagen? Ist Daseinsfürsorge wirklich abgeschafft? Die sacken sich das Geld ein und investieren einen Scheiß! Die haben die Stirn und holen sich von mir noch zusätzlich 60 €! Die haben 0 Interesse daran am Automaten deutlich zu zeigen das es so ein Ticket überhaupt gibt! Nur die Fördergelder wollen die einstreichen , bin ich denn der Einzige der das merkt? Ausgerechnet die Piraten und die Linke setzen sich dafür ein das das so weitergeht! Das Sozialticket ist eine Mogelpackung! Der Preis ist berechtigt, wozu also fördern? Nur das Verkehrsunternehmen ( Ruhrbahn in diesem Falle ehemals Evag) profitiert hier nicht der bedürftige Kunde! Für die Fahrradmitnahme braucht es ein Zusatzticket ( im Gegensatz zum normalen Ticket) die Mitnahme von weiteren Personen? Nur mit Zusatzticket! Über die Stadtgrenze hinaus ( Die Arbeitsangebote der Agentur für Arbeit machen nicht an der Stadtgrenze halt) ? Ja aber bitte mit Zusatzticket! Mogelpackung sag ich doch! Das Fenster Zusatzticket ist übrigens auch für Große einwandfrei lesbar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.