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Anti-Nazi-Demo vom 31. August 2013

Die Fakten

  • Nazi-Demo mit ca. 370 Teilnehmern
  • Anti-Nazi-Demo mit ca. 1200 Teilnehmern, zusammengesetzt aus den Dortmunder Bündnissen gegen Rechts und zahlreichen Dortmunder Bürgern

Im Vorfeld

Es gab sehr lange keine wirklich verwertbaren Infos z.B. über die Route der Nazis, sodass die Mobilisierung schwerer war, als erwartet. Es wurde im Vorfeld trotzdem alles Notwendige geleistet, damit ein Gelingen der Gegendemonstration gewährleistet war. So freuen wir uns im Besonderen über ein offiziell genehmigtes öffentliches Blockadetraining, zu der am Ende auch eine Aufklärung über das Verhalten bei einer Festnahme gehörte.

Der Samstag

Eines vorweg, es gab eine vielfältige Berichterstattung auf unterschiedlichen Kanälen (Liveticker z.B. der Ruhrbarone, Ruhr Nachrichten, Twitter etc.), von denen ich einige am Ende verlinken werde. Also beschränke ich mich auf meine persönliche Wahrnehmung bei den Teilen der Gegendemonstration, an denen ich persönlich beteiligt war.

Blockaden

Die erste Blockade wurde vom Bündnis „Dortmund Nazifrei“ in der Gerichtsstraße geplant und erfolgreich durchgeführt. Wir haben dort von 10 Uhr bis ca. 13 Uhr den Zugang zum Gerichtsplatz blockiert und die Startkundgebung der Nazis musste entsprechend verlegt werden – verhindern konnten wir sie nicht. Die Blockade begann mit ca. 50 gegen Rechts engagierten Menschen und mit der Zunahme der Aufforderungen (insgesamt fünf) der Polizei, die Blockade aufzulösen, verringerte sich die Zahl der dort sitzenden auf 11 Personen.

Die zweite Blockade, die ich zum Teil auf Twitter verfolgen konnte, war die von „Dortmund stellt sich Quer“ an der Voßkuhle. Durchgeführt unter eine Brücke, die in der Lage gewesen ist, den Marsch der Nazis 90 Minuten zu verzögern. Diese wurde dann von der Polizei gewaltsam geräumt, was in einem kurzen Video festgehalten wurde.

Fraktionssitzung und Brunch im Wahlkreisbüro

Nach kurzer Verschnaufpause machte ich mich mit einer kleinen Gruppe der ersten Blockade auf den Weg zur Märkischen Straße 64, die wir aufgrund von zahlreichen Absperrungen der Polizei über lange Umwege erreichen konnten. In unserem Wahlkreisbüro hatte unsere Fraktion zu einer öffentlichen Fraktionssitzung mit Brunch eingeladen. Viele Menschen und die beiden zuvor genannten Bündnisse trafen sich dort, um gemeinsam weiter gegen den Marsch der Nazis durch Dortmund zu demonstrieren. Als diese dort angekommen waren, wurde es laut und es gab leider auch einen Vorfall in Form eines Böllerwurfs aus den Reihen der Nazis, der fünf Personen verletzte. Darunter drei von uns (Birgit Rydlewski MdL, Vorsitzender David Grade und ein Mitglied der Jungen Piraten – alle befinden sich auf dem Weg der Besserung), ein weiterer Mitdemonstrant und ein Polizeibeamter. Der vermutliche Täter wurde im weiteren Verlauf gefasst.

Resümee

Mit Ausnahme dieses Zwischenfalls erlaube ich mir, die Gegendemonstrationen im Ganzen als Erfolg zu bezeichnen. Wir haben deutlich gezeigt, dass wir den Nazis nicht die Straße überlassen und wir uns, wo auch immer, ihnen in den Weg stellen. Dazu bietet sich übrigens am 7. September, wieder in Dortmund und am 21. September in Wuppertal die Gelegenheit. Kein Fußbreit!

Links

Text und Foto (CC BY-NC-SA 3.0 DE) Robert Rutkowski

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