Allgemein - Piratenpartei Dortmund

Schüler Streik für eine zukunftsfähige Klimapolitik

David gegen Goliath

Foto Uwe Martinschledde

Eigentlich sollten wir alle froh sein. Unsere Kids sind politisch aktiver als erwartet. 

Aber dann kommen mal wieder die Oberschlauen und nörgeln, es gäbe doch eine Schulpflicht. Ja das stimmt, aber wo ist diese Pflicht, wenn aus, von den Schülern nicht verursachten Gründen, der Unterricht ausfällt, weil z.B. nicht genügend Lehrer eingestellt wurden. Anstatt die Gunst der Stunde zu nutzen, um die wichtigen Umweltthemen zusammen mit den engagierten Kids und Jugendlichen zu erarbeiten, auch auf der Straße. Das kappt nur in wenigen Einzelfällen, zeigt aber was möglich ist.

Der Ansatz mit dem Streik ist richtig! Ansonsten nimmt euch keiner Ernst. Die Gewerkschaften streiken doch auch nicht nach Feierabend.

Als wissbegieriger Mensch haben mich die Idee, das Konzept und die Personen, welche dahinterstehen, Neugierig gemacht. Deshalb war ich am ersten Freitag Morgen 9.45 Uhr, gar nicht meine Zeit, da Nachteule, vor dem Rathaus auf dem Friedensplatz. Langsam wuchs die Menge der Kids, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf einen beträchtlichen Block von Demonstranten an. Es wurden selbstgemachte Plakate zusammengebaut, Neuigkeiten ausgetauscht, einige gaben Interviews, aber alle waren bei der Sache. Man konnte gleich erkennen, der Antrieb zu solch einem Handeln kommt vom Herzen, gefördert mit viel Wut im Bauch.

Foto Uwe Martinschledde

Und das finde ich so faszinierend an dieser Bewegung, #FridaysForFuture , die eine 15-jährige Schülerin namens Greta Thunberg aus Schweden angestoßen hat und auch noch weiterträgt. Den Titel Klima-Aktivistin trägt sie, und alle anderen die daran Teil haben, meiner Meinung nach zu Recht. Sie kämpfen für etwas, unser Klima, welches uns allen am Herzen liegen sollte, sogar muß! Es ist unser einziges. Denn wenn wir es jetzt nicht retten, dann ist es zu spät.

Unsere Generationen haben es vermasselt, aber es ist Ihre Zukunft und sie haben alle Rechte der Welt, dafür zu kämpfen, dass wir alle, es noch schaffen und unsere Fehler korrigieren.

Die Bundesrepublik Deutschland schafft es ja noch nicht einmal, ihre selbstgesteckten Klimaziele zu erfüllen.

Aber was machen wir, die „Alten“? Wir schieben das dringend notwendige Handeln immer weiter in die Zukunft, als wenn wir noch ein paar Erden in Reserve hätten. Die berühmt berüchtigten Arbeitsplätze werden mal wieder als Angstfaktor vorgeschoben, dabei ist es nur GELD was den Ausverkauf unseres Planeten antreibt. 

Unter den vielen mitgebrachten, selbstgemachten Plakaten der Jugendlichen war auch eins, auf dem stand „Wenn das Kima eine Bank wäre, hättet ihr sie schon gerettet“! Das bringt es auf den Punkt.

Foto Robert Rutkowski

Auch bei der 3. Demo am letzten Freitag war ich vor Ort mit dabei, und zwar um den Demonstranten/Streikenden wieder meine/unsere Unterstützung zu zeigen. Und auch diesmal war ich sehr Stolz auf diese Schüler, Studenten und Auszubildenden. Denn wer seine Meinung auch unter dem Druck der Schule zum Ausdruck bringt, die lieber solch ein gesellschaftliches Engagement unterstützen sollte, der zeigt, dass er es ernst meint.

Ich hoffe und wünsche euch, dass es die Bewegung schafft, sich nicht vereinnahmen zu lassen. Nicht von der Politik, nicht von den Medien, nicht von der Wirtschaft, nicht von der Schule, von niemanden! Bleibt wie ihr seit, lasst euch vor keinen Karren spannen!

Foto Uwe Martinschledde

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