Fraktion DIE LINKE & PIRATEN

„Deutsche Bahn muss Züge des Fernverkehrs für Nahverkehr freigeben“

Christian Gebel

Die Landesregierung hat in Absprache mit den Verkehrsverbunden und -unternehmen den regionalen Schienenverkehr zusammengestrichen. Dadurch verlängern sich Wartezeiten beim Umstieg, und Abstandsgebote in Zügen und an Bahnhöfen werden häufig verletzt.

„Wir verstehen die schwierige Situation und sind froh, dass der Betrieb auch auf den Nebenstrecken grundsätzlich aufrecht erhalten wird“, erklärt Christian Gebel, verkehrspolitischer Sprecher der Dortmunder Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. „Aber wer nicht von zuhause arbeiten kann und mit der Bahn pendeln muss, steht jetzt vor ernsten Schwierigkeiten.“

Insbesondere in Richtung Wuppertal und Köln stehen keine hinreichenden Kapazitäten zur Verfügung, wenn Abstandsgebote eingehalten und Wartezeiten an Bahnhöfen gering gehalten werden sollen. „In dieser Situation muss die Deutsche Bahn die Züge des Fernverkehrs für die Nutzung im Nahverkehr freigeben“, fordert Gebel. Alle Fahrgäste sollten derzeit alle Züge mit ihrem VRR-Ticket – ohne Aufschlag – nutzen dürfen. „Niemandem ist geholfen, wenn Fahrgäste gemeinsam eine halbe Stunde auf ihren nächsten Regionalzug warten müssen, während am Gleis nebenan ein fast leerer ICE in die gleiche Richtung fährt.“

„Diese Maßnahme ist unkompliziert umsetzbar, sie muss lediglich kommuniziert und vom Begleitpersonal beachtet werden“, so Gebel weiter. „Der Deutschen Bahn entstehen dadurch auch keine zusätzlichen Kosten, da sie ihre Kapazitäten dafür ja nicht ausbaut.“

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