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Energiearmut darf kein Tabu-Thema sein

Foto von Nadja ReiglNadja Reigl

Hartz IV. Grundsicherung. Arbeitslosigkeit. Minijob. Es gibt viele Gründe, warum das Geld nicht immer bis zum Monatsletzten reicht. Da kann es auch passieren, dass die  Stromrechnung nicht bezahlt wird. Ein Problem, das leider kein Einzelfall ist. Deshalb möchte die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN das Thema „Energiesperre“ mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

„Energiearmut ist seit vielen Jahren ein Thema, das Menschen mit geringen Einkommen belastet. Immer wieder können Haushalte die Energiekosten nicht aufbringen und sind durch säumige Rechnungen von Sperrungen betroffen“, weiß Nadja Reigl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Sozialausschuss.

Doch bei einer unbezahlten Rechnung und einer Stromsperre bleibt es nicht. Mahngebühren, Verzugspauschalen, Telefoninkasso, Sperrkosten, eine teure Wiederinbetriebnahme des Stromanschlusses… Die Stadtwerke-Tochter DEW21 hat viele teure Forderungen, bevor sie bei den betroffenen Familien wieder das Licht anknipst.

„Zusätzlich zu den säumigen Rechnungsbeträgen müssen die von der Energiesperre betroffenen Menschen zwischen 100 und 150 Euro aufbringen, um erneut beliefert zu werden“, ergänzt Nadja Reigl. „Geld, das die meisten schlichtweg nicht haben.“

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN hat deshalb einen Antrag in den Sozialausschuss eingebracht. Inhalt: Sie möchte – gemeinsam mit den DEW21 – ausloten lassen, wie und ob zumindest Menschen im Sozialleistungsbezug von den Sperr- und Wiederinbetriebnahme-Kosten entlastet werden können.

AKTUALISIERUNG

Der Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit hat mittlerweile getagt und sich darauf geeinigt, , über den Antrag heute nicht abzustimmen. Das Thema wird in die nächste Sitzung des Ausschusses geschoben und dazu ein Berichterstatter der DEW21 eingeladen.

 

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