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Arbeitsbedingungen für Schauspiel-Beschäftigte sofort verbessern!

„Beschissen“. Mit drastischen Worten hat der Intendant des Dortmunder Schauspiels, Kay Voges, vor einigen Tagen die Arbeitsbedingungen der Schauspiel-Beschäftigten beschrieben und damit die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN aufgeschreckt. Ratsmitglied Thomas Zweier: „Der Intendant bemängelt unter anderem die Raumtemperaturen, die jetzt im Winter nur 7 bis 10 Grad betragen sollen. Hier muss im Sinne der Gesundheit der Beschäftigten sofort Abhilfe geschaffen werden. Solche Bedingungen dulden keinen zeitlichen Aufschub.“

Wegen der umfangreichen Sanierung des Theaters probt und spielt das Ensemble des Schauspiels seit über einem Jahr in einer Ausweichspielstätte, dem ehemaligen Megastore des BVB in Hörde. Noch bis Sommer 2018 soll das so bleiben. Doch in dem angemieteten Gebäude fehlt es laut dem Intendanten an fast allem: an einem Lager, an ausreichend Strom und Licht, an Schallisolierung, aber vor allem auch an einer funktionierenden Heizung.

Ratsmitglied Thomas Zweier hat deshalb das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Kulturausschusses am 14. Februar setzen lassen, in dem er auch Mitglied ist. „Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN hat viele Fragen, die geklärt werden müssen. So stellt sich unter anderem die Frage nach der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers. Und wir wollen wissen, wer für den Gesundheitsschutz in diesem Bereich verantwortlich ist. Und natürlich ist zu klären, wer für eine funktionierende Heizung zuständig ist. Muss dafür nicht der Vermieter gerade stehen?“

„In erster Linie aber wollen wir wissen: Welche Maßnahmen wurden und werden zur Verbesserung dieser unzumutbaren Arbeitsbedingungen ergriffen?“, sagt Thomas Zweier. „Es geht schließlich um die Gesundheit der Beschäftigten. Dortmund ist so stolz auf sein preisgekröntes Schauspielhaus. Aber kranke Schauspieler, die nicht spielen können, und Beschäftigte hinter den Kulissen, die nicht werkeln können, werden ganz sicher keine Preise einfahren.“

„Die Heizungsfrage muss sofort gelöst werden“, sagt Thomas Zweier. Alle weiteren Kritikpunkte, die Intendant Voges angeführt habe, könnten anschließend gelöst werden, wenn das nötige Geld zur Verfügung gestellt werde, meint Thomas Zweier. „Diesen notwendigen Ausgaben wird die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN auch zustimmen – unter der Bedingung, dass die technischen und logistischen Probleme kreativ von den jeweils Verantwortlichen angegangen werden.“

„Das Dortmunder Schauspiel hat bisher trotz der ungünstigen Bedingungen im Megastore ein beachtliches Niveau und sehr viel Improvisationstalent gezeigt. Da das Provisorium jetzt weitaus länger genutzt werden muss als ursprünglich geplant, fallen natürlich auch weitere Kosten an, um die dringendsten Probleme zu lösen“, ergänzt Andrea Wille, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. „Dass aber sicher nicht alle Wünsche der Beteiligten in einem Provisorium umgesetzt werden können, muss leider in Kauf genommen werden.“

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