Fraktion DIE LINKE & PIRATEN

LINKE & PIRATEN begrüßen Dortmunder Pläne für Open Data

Christian Gebel
Christian Gebel

 

Die Stadt Dortmund will zukünftig mehr Daten so veröffentlichen, dass sie von Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen unbürokratisch und kostenfrei genutzt werden können. Dieses Prinzip nennt sich Open Data und dient gleichermaßen dem Verringern von einzelnen Anfragen an die Verwaltung wie dem Fördern von bisher nicht möglichen datenbasierten Anwendungen.

 

„Dortmund hat sich mit seinen Plänen vergleichsweise viel Zeit gelassen, andere Städte waren da schneller“, sagt Christian Gebel, Fachmann für IT-Themen der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. „Aber der vorgelegte Plan lässt wenig zu wünschen übrig. Besonders erfreulich sind die Nutzung offener Standards und freier Software zur Umsetzung des Projektes.“

 

„Natürlich dürfen persönliche Daten nicht veröffentlicht werden. Diese fallen unter den Datenschutz“, erläutert Christian Gebel. „Wer wie viel Hundesteuer oder Grundsteuer bezahlt, geht die Öffentlichkeit deshalb nichts an. Das darf niemals unter Open Data fallen. Da muss sauber getrennt werden“, sagt Christian Gebel.

 

Dann kann die Öffentlichkeit gerne alle Daten über Straßenlängen, Kanalbreiten oder kaputten Radwegen einsehen. Christian Gebel: „Die Unmengen von Daten, die in der Verwaltung anfallen, sind ein wahrer Schatz für darauf spezialisierte Unternehmen. Ob Dortmund wirtschaftlich davon profitieren wird, bleibt jedoch abzuwarten.“

 

„Christian Uhr spielt hier einen ganz langen Pass in den freien Raum“, verfällt Gebel in die Fußballsprache. „Ob Thomas Westphal den erlaufen kann, bleibt zu hoffen.“ Denn letztlich wird nicht der für Open Data zuständige Personal- und Organisationsdezernent Christian Uhr, sondern Thomas Westphal als Chef der Wirtschaftsförderung dafür sorgen müssen, dass sich die Unternehmen, die mit diesen Daten Geld verdienen wollen, in Dortmund ansiedeln. „Dann wird Transparenz plötzlich zum Wirtschaftsfaktor.“

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