Die Webseite der Piratenpartei Dortmund
Viele Dortmunder die gegen Rechts demonstrieren

Mahnwache am Platz der alten Synagoge

Wir waren dort und wir waren laut

Am Dienstag den 11. Juni 2013 fand eine Mahnwache am Platz der alten Synagoge (Opernhaus) in Dortmund statt und das hatte einen Grund. An diesem Tag feierte die IHK zu Dortmund im Stadttheater ihr 150-jähriges Jubiläum und eingeladen war der Bundespräsident Joachim Gauck.

Der Dortmunder Ausleger der Partei „Die Rechte“ hatte für denselben Tag eine Kundgebung ab 19 Uhr angemeldet. Diese durfte aus Sicherheitsgründen nicht wie geplant auf dem Vorplatz des Opernhauses stattfinden und wurde auf den gegenüberliegenden Eingang zum Stadtgarten verlegt.

Diese Provokation der ewig gestrigen rief verschiedenste Organisationen und andere Parteien auf den Plan. Es wurde eine Mahnwache ab 18 Uhr angemeldet an der sich unter anderem das Bündnis Dortmund Nazifrei, die Antifaschistische Union, die Grünen, die Linke, wir Piraten und weitere Gruppierungen beteiligt haben.

Dortmund ist keine Hochburg für Menschen, die demokratie- und menschenfeindliche Politik predigen

Bereits um 17 Uhr trafen sich gut gelaunt Teile des Vorstands der Dortmunder Piraten und die drei Dortmunder Mitglieder des Landtags, Birgit Rydlewski, Torsten Sommer und Hans-Jörg Rohwedder an den Treppen vor dem Opernhaus.

Gegen 18 Uhr füllte sich der umliegende Bereich des Opernhauses mit Menschen, die zahlreich und lautstark gegen die rechte Provokation und für ein nazifreies Dortmund zu demonstrieren bereit waren.

Um 19 Uhr war es dann so weit, den ca. 30 Nazis standen eine Vielzahl von Dortmunder Bürgern, die teils mit Trillerpfeifen oder anderen Krach machenden Utensilien ausgerüstet waren, entgegen. Keine Chance also, dass die wenigen Wortbeiträge der Rechten Gehör fanden.

Kurzzeitig wurde die Kreuzung am Hiltropwall blockiert

Während der Demo teilten wir uns in zwei Gruppen, die eine mit MdL Hans-Jörg Rohwedder gesellten sich zum sogenannten schwarzen Block, um gegebenenfalls Ausschreitungen verhindern, bzw. dokumentieren zu können. Die Andere mit den beiden MdL Birgit Rydlewski und Torsten Sommer befand sich in Hörweite der Rechten. Letztere wurden zwar im Laufe der Veranstaltung aufgefordert weiter zurückzutreten, Torsten Sommer aber bestand auf sein Bürgerrecht in Hörweite zu verbleiben, worauf er seinen Landtags- und auch seinen Personalausweis vorzeigen musste. Fragen diesbezüglich werden an den Polizeipräsidenten gestellt, und sobald wir eine Antwort bekommen haben, auch hier veröffentlicht.

Starke Polizeikräfte verhinderten ein Zusammenstoß und so war die Demonstration zwar lautstark, blieb aber friedlich und ging gegen 20 Uhr zu Ende.

Eine kleine Bildergalerie zu der Mahnwache haben wir auch für euch.

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