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Masterplan Erlebnis.Dortmund überzeugt nicht

Wolf Stammnitz, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN ist nicht so recht überzeugt vom gerade vorgelegten Entwurf für den neuen Masterplan Erlebnis.Dortmund. Die Fraktion wird sich deshalb in der Abstimmung im Rat am 6. April enthalten. Und den Masterplan-Ergänzungsantrag der SPD lehnen die Linken & Piraten komplett ab.

„Wir sind nicht gegen eine Attraktivitätssteigerung Dortmunds und auch nicht gegen eine Tourismus-Förderung. Aber dafür benötigen wir diese jetzt vorgelegten hochgestochenen 60 Seiten nicht. Ohnehin handelt es sich dabei nicht wirklich um einen tiefgründigen Masterplan, von denen es bereits einige wirklich gute in anderen Bereichen gibt“, sagt Wolf Stammnitz, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.

Doch unabhängig von der Bezeichnung des Papiers sei es nicht zu verantworten, weiteres Geld der Stadt für Tourismus & Co. auszugeben. „Die SPD kann sich vorstellen, für die Masterplan-Maßnahmen pauschal weitere kommunale Mittel bereit zu stellen. Das lehnt unsere Fraktion ab“, sagt  Wolf Stammnitz. „Schon heute fördert die Stadt mit jährlichen  Millionenbeträgen Events und die Organisation DORTMUNDtourismus GmbH.“

Ohnehin seien die im so genannten Masterplan Erlebnis.Dortmund aufgeführten Vorschläge nicht stichhaltig, warnt Stammnitz. Es werde mit fragwürdigen Zahlen gearbeitet, um eine Steigerung der jährlichen Übernachtungszahlen von 1,2 auf zwei Millionen zu begründen und Dortmund „erkennbar und unterscheidbar“ im Wettbewerb des Städtetourismus zu profilieren. Wolf Stammnitz: „Da wird so einiges schön gerechnet.“

Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN, ergänzt: „Wir haben nichts dagegen, wenn private Investoren weitere Hotels bauen und dafür auch die Unterstützung der zuständigen Ämter erhalten. Und wir freuen uns über gelungene Veranstaltungen, bei denen Einheimische und Besucher gemeinsam feiern. Dortmund ist lebenswert. Hier darf man Spaß haben. Doch alle genannten Bereiche sind Angebote der Privatwirtschaft. Und da gehören sie auch hin.“

Die Stadt Dortmund, die ohnehin mit jedem Cent rechnen müsse, sollte sich lieber auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Es gebe mehr als genug Arbeit – vom Kita-Platz über bezahlbaren Wohnraum bis zu vernünftigen Straßen. Utz Kowalewski: „Wir wären froh, wenn das in ausreichendem Maß gelingen würde. Da muss man sich im Rathaus nicht auch noch den Kopf über die Realisierung dieses Bier- und Fußball-Masterplans auf Oktoberfest-Niveau zerbrechen.“

 

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