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Niedriglohnsektor und Teilzeit nehmen zu

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN begrüßt grundsätzlich die gesunkene Zahl der Arbeitslosen in Dortmund – auch wenn dies nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass in Dortmund insgesamt immer noch 82.753 Menschen arbeitslos oder unterbeschäftigt sind.

Euphorie kann deshalb nach Bekanntgabe der aktuellen Arbeitslosenzahlen nicht aufkommen, da aus Sicht der Linken und Piraten in der Regel der Niedriglohnsektor und die Teilzeitbeschäftigung zunehmen, nicht aber die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden. Somit würden zwar mehr Menschen arbeiten, diese aber insgesamt nicht mehr verdienen.

Carsten Klink, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.Carsten Klink, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.

„Was nützt eine Beschäftigung mit prekärer Bezahlung, von der man kaum leben kann und die eine Rente auf Mindestsicherungsniveau zementiert?“, fragt Carsten Klink, der finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.

Dortmund hat mit einer Arbeitslosenquote von 11,9 Prozent ebenso wie Essen nach Herne mit 12,4 Prozent sowie Duisburg mit 12,9 Prozent und Gelsenkirchen mit 15 Prozent eine der höchsten Arbeitslosenquoten der Metropole Ruhr. Und in dieser Quote sind die so genannten 47.058 Unterbeschäftigten noch nicht eingerechnet, also die Menschen, die krank gemeldet sind oder sich in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen befinden. „Wie soll man also einer Arbeitslosenstatistik trauen, in der krank gemeldete Arbeitssuchende nicht erfasst sind“, fragt Klink.

Um den 35.695 Arbeitslosen in Dortmund, von denen über 80 Prozent als Langzeitarbeitslose gelten, sowie den 47.058 so genannten Unterbeschäftigten wieder einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen, fordern Linke und Piraten einen umfangreichen Ausbau des öffentlich-geförderten Arbeitsmarktes. „Bildung, Qualifizierung und Betreuung der Betroffenen sind wichtig.“ Die Arbeitslosenzahlen senken könne man darüber hinaus mit einem freiwilligen, sozialversicherungspflichtigen, öffentlich-geförderten Beschäftigungssektor mit Tarifentlohnung“, so Ratsmitglied Carsten Klink.

 

 

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