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Niemals vergessen Tour

Pirat Jürgen Hansen liest aus seinen Stasi Akten

Jürgen Hansen hat als DDR-Bürger und Mitgestalter der friedlichen Revolution, den Unrechtsstaat am eigenen Leib erfahren und wurde für seine freiheitliche und demokratische Lebensauffassung inhaftiert, sogenannte Sicherheitsverwahrung.

Er trägt in einer sehr bewegenden Lesung „Niemals vergessen Tour“ aus seinen aufbereiteten Stasi-Akten vor. Gerade in Zeiten des NSA Skandals und der Diskussion über die Vorratsdatenspeicherung ist eine sehr persönliche Geschichte rund um Überwachung und Bespitzelung eine ernste Note in der besinnlichen Vorweihnachtszeit.

Die Arbeitsweise der Stasi wird aufgezeigt, wie sie organisiert war und mit welchen technischen Möglichkeiten sie schon Mitte der 80er Jahre eine flächendeckende Überwachung gewährleistete, um den Machterhalt der SED-Eliten zu sichern.

Nach seinem rund 50-minütigen Vortrag wird ausreichend Zeit für Fragen und eine angeregte Diskussione sein.

Einen kleinen Eindruck kann man im Interview mit Jürgen beim Krähennest bekommen und einen Ausschnitt in bewegten Bildern aus der Lesung bei YouTube haben wir auch für euch.

  • Wann: 12. Dezember ab 20 Uhr
  • Wo: Im Orange

Ein Kommentar

  1. 1

    Ich wurde 1979 inhaftiert, weil ich als damals 17 Jähriger meiner Mutter, welche in der BRD lebte, einen Brief geschrieben hatte, in dem ich sinngemäß schrieb, dass ich gerne zu ihr wolle.

    Im Namen des Volkes!
    10 Monate Einzelhaft im Stasiknast Untermassfeld (Thüringen)
    wegen „Vorbereitung zum ungesetzlichen Grenzübertritt“
    Einzelhaft mit täglichen Verhören und Schikanen, kein Besuch in der ganzen Zeit, kein Freigang, kein Fernsehn, kein Radio ..
    Eine Holzpritsche die tagsüber hochgeklappt wurde, ein Stuhl, ein Tisch, ein WC und eine Klappe in der Türe die täglich 3x aufging um Futter und das „Neue Deutschland“ (SED Zeitung) einzuwerfen.

    Seit Bewilligung meiner 250 Euro Opferrente im Jahre 2008 muss ich nun trotz normaler 8 Stunden Arbeit mit einem Einkommen eines Hartz 4 Empfängers leben, da sonst meine Rente pfutsch ist.
    Diese wird nämlich nur „bedürftigen Personen“ mit geringen Einkünften gewährt.
    Die Verbrecher von damals ziehen aber fette Pensionen und Renten rein ohne sich jemals Sorgen darüber machen zu müssen. Ist das Gerechtigkeit?
    Es gibt noch sehr viel zu tuen in diesem Land!

    Ahoi Piraten

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