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Piraten Dortmund distanzieren sich von der politischen Geschäftsführerin der Piraten Deutschland

4 Kreise mit unterschiedlichen Hautfarbtönen und Herzen drin. Darunter der Text: Refugees Welcome

Wir, die Piraten Dortmund, sind entsetzt, dass Ute Elisabeth ‚Lily‘ Gabelmann, politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland, die Tragödie um den vor 3 Jahren ertrunken Flüchtlingsjungen Alan Kurdî‎ (in den Medien ursprünglich Aylan gennant) mit rechten Verschwörungstheorien kommentiert.
Wir distanzieren uns hiermit von den Unterstellungen durch Ute Elisabeth ‚Lily‘ Gabelmann gegenüber der Fotografin Nilüfer Demir.
Wir sind der Meinung, dass ‚Lily‘ als politische Geschäftsführerin zurücktreten sollte.

Twitterausschnitt in dem @Piratenlily auf einen Beitrag von Ismail Küpeli zu Nilüfer Demir und Alan Kurdi kommentiert: "Hat sie auch darüber gesprochen, warum der Junge etwas fotogener hingelegt und zurücktgerückt wurde?"
Foto des Tweets von Lily

Wir Piraten Dortmund fühlen uns dem Grundgesetz und damit auch dem Asylrecht verpflichtet. Viele der Piraten Dortmund haben sich für Flüchtlinge engagiert oder engagieren sich immer noch. Die vielen im Mittelmeer ertrunkenen und auch immer noch ertrinkenden Menschen sind für uns ein Versagen der Mitmenschlichkeit. Das Bild von Alan Kurdî‎ erfüllt uns mit tiefer Trauer. Doch sind wir der Fotografin Nilüfer Demir dankbar, dass sie dieses Bild veröffentlicht hat. Das Bild war ein fühlbares Symbol für das Leid im Mittelmeer und hat wenigstens bei einigen Menschen dazu geführt sich wieder an ihre Menschlichkeit zu erinnern und etwas gegen dieses Leid zu unternehmen.
Wir Piraten Dortmund sehen unsere humanitäre Verantwortung in der Welt. Deswegen fordern wir ein menschliches Asylrecht mit sicheren Fluchtrouten. Wir fordern eine ungestörte Seenotrettung die von ALLEN Staaten Europas unterstützt wird. In der Hoffnung, dass sich die Tragödie um Alan Kurdî‎, aber auch alle die andern Tragödien im Mittelmeer, nie wieder wiederholen.

Wenn der Politikwissenschaftler Ismail Küpeli daran erinnert, dass heute vor 3 Jahren Nilüfer Demirs Bild von Alan Kurdî‎ eine Debatte auslöste und Nilfür Demir nun ihren Job verloren hat, ist es einfach nur respektlos und geschmacklos vorzuwerfen, dass das Bild gestellt wäre. Es zeigt zusätzlich, dass ausgerechnet eine politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland nicht in der Lage ist rechte Verschwörungstheorien als solche zu erkennen oder sogar mit ihnen sympathisiert. Dies ist für eine Vertreterin der Piratenpartei nicht hinnehmbar.

Auch wenn die verbleibenden Angehörigen des Jungen diesen Vorfall hoffentlich niemals mitbekommen, möchten wir uns dafür entschuldigen.
Piraten haben ‚Lily‘ als politische Geschäftsführerin gewählt.
Wir hoffen, dass wir Piraten in der Lage sind die notwendigen Konsequenzen aus diesem Vorfall zu ziehen.

21 Kommentare zu “Piraten Dortmund distanzieren sich von der politischen Geschäftsführerin der Piraten Deutschland

  1. Christian Röwenstrunk

    findet ihr das nicht etwas hysterisch ? Kritik an den Medien muss erlaubt sein, und wenn der tote Junge „noch besser in szene“ gesetzt wurde, ist das durchaus erwähnenswert – und hinterläßt ein geschmäckle. Von „gestelltem Foto“ kann ja nun nicht die Rede sein – und war es auch nicht,.

    • Erstens ist die Kritik in dem Moment in dem an den Jungen gedacht wird Geschmacklos, zweitens ist dies eine rechte Verschwörungstheorie die man nicht durch einfaches übernehmen befeuern sollte, drittens ändert auch jegliche Kritik nicht am Tod des Jungen, viertens sind tausende tote im Mittelmeer ein Fakt.
      Wenn Sie die Medien kritisieren möchten, dann bitte konstruktiv und ohne Nazis zu unterstützen. Vor allem, nehmen Sie dafür ein besseres Beispiel, beispielsweise das die Gewaltverbrechen weißer deutscher seltener in den Schlagzeilen landen, und besudeln Sie nicht das Andenken an einen toten Jungen.

  2. Christian Röwenstrunk

    Bitte was ? Was unterstütze ich ? Besudeln ? Gewaltverbrechen an Weißen ? Also das umdrappieren eines Toten wäre ja schon komisch, ändert aber nix an dem toten Jungen. Ich interpretier Piratenlily eher so, dass das ein für alle mal aus der Welt geschaffft hätte werden Können indem man die Fotografin fragt….

    • Die Verbreitung rechter Verschwörungstheorien unterstützt grundsätzlich Nazis.
      Abgesehen davon bietet die Beantwortung der Frage keinen relevanten Mehrwert.

  3. Christian Röwenstrunk

    Maggi, bist du Pirat (in) ?

    • Ich denke, dass sie ihren Kommentar tatsächlich nicht nochmal vor dem Absenden überdacht hat. Sie ist sehr impulsiv aber eine xenophobe Meinung hat sie nicht. Der Tweet war geschmacklos, aber wahrscheinlich wirklich ein Fehler iherseits.

      http://stadtraetin.piraten-leipzig.de/2018/09/06/persoenliches-statement/

      • Hier hat niemand Lily Rassismus vorgeworfen. Der Vorwurf lautet Verbreitung von rechten Verschwörungstheorien in einem sehr sensiblen Zusammenhang.
        Als politische Geschäftsführerin sollte mensch
        1. rechte Verschwörungstheorien als solche einordnen (und hoffentlich ablehnen)
        und
        2. zumindest versuchen seine Tweets grundsätzlich vor dem Absenden noch einmal zu überdenken.

    • Ich hab nicht das Gefühl, dass du die Kritik vollständig verstanden hast.
      So grundsätzlich: In der Politik sind halt auch Symbole sehr wichtig und Verschwörungstheorien die in rechten Kreisen verbreitet sind sollten grundsätzlich mit sehr viel Fingerspitzengefühl behandelt werden.

  4. Roland Hartung

    Danke nach Dortmund!
    Es wird Zeit, diesen Mist endlich einmal zurückzuweisen.
    Das ist NICHT mein BuVo

  5. Christian Röwenstrunk

    Danke Maggi. Wegen Leuten wie Dir treten Leute wie ich aus der Piratenpartei aus. Zumindest spiele ich stark mit dem Gedanken. Der Zusammenhalt ist ja wohl weg und wenn die eigenen Leute einen so in die Pfanne hauen, wie die Piraten aus Dortmund unsere PolGF dann ist jede Stunde politischer Arbeit vergeudete Zeit. Wie einfach hättet ihr eine Klarstellung oder Schärfung veröffentlichen können, aber nein, ihr müsst euch ja gleich distanzieren. Und überlege mal bitte – und lies dabei deine eigenen Kommentare – wie viel du da reininterpretiert hast – oder haben kannst. Aber stimmt ja, wir können uns ja vor Mitgliedern und Kandidaten kaum retten ….

    • Mindestens ein Pirat tritt wegen Lilys verhalten aus, andere denken darüber nach. Das Kind ist also bereits in den Brunnen gefallen.
      Ich hab übrigens nichts reininterpretiert, ich habe Möglichkeiten genannt.

  6. Christian Röwenstrunk

    Du hast rechte Propaganda draus gemacht. Sonst nix. Und demonstriert, daß Piraten lieber Zeit darauf verwenden, sich selber zu zerfleischen. Danke für nichts.

    • Bernd Moies

      This. Schon ewig ein Problem der Piraten, solange das so ist, wird die PP sich auch nicht wieder erholen. Mann muss auch scheiß Kommentare mal aushalten koennen als Partei und drueber stehen.

      Ja, es war ein scheiß Kommentar und fertig. Das auszuhalten nennt sich Gesellschaft.

      • Bernd Moies

        Nice ist auch, das mit dem Refugees Welcome direkt antizipiert wird, das sie anderer Meinung waere. Ist schon eher so AfD Niveau.

        • Refugees Welcome habe ich nur als Bild ausgewählt, weil Lilys „Frage“ typischerweise dazu verwendet wird um gegen Flüchtlinge zu hetzen. In solchen Fällen finde ich es grundsätzlich immer notwendig sich von Rechts möglichst weit zu distanzieren.

      • Das „auszuhalten“ bedeutet, dass so ein Verhalten und solche Aussagen toleriert werden. Da ich ein (politisches) Gewissen besitze, ist mir das nicht möglich.

  7. Ich muss sagen, ich verstehe nicht, warum hier so viel Wind gemacht wird. Der Kommentar war keineswegs eine „rechte“ Äußerung, sondern nur eine Frage.

    Zudem hat sich Lily persönlich entschuldigt und den Tweet sogleich gelöscht als Kommentare sie darauf aufmerksam gemacht haben, welche Wirkung er hat.

    Ich bitte darum, dass offen seid. Wer jeden, der eine ihm nicht passende Äußerung macht, aus der Gruppe ausschließen will,
    der erzeugt nur ein Umfeld der Angst und eine Art Zensur, gegen die wir Piraten uns entschieden stellen. Akzeptiert das jeder mal Fehler macht. So lange sie eingesehen und korrigiert werden ist das vollkommen in Ordnung.

    Dann lasst uns bitte als Gruppe weiter zusammen arbeiten. Den ich bin sicher, Lily unterstütz die Aussage der Überschrift.

    • Es mag ja ruhig sein, dass es „nur eine Frage“ sein sollte. Das ändert aber nichts daran, dass genau Rechtsradikale solche Fragen stellen und als politisch aktiver Mensch sollte einem das auffallen. Dann sollte mensch sich darüber Gedanken machen, wie er damit umgeht.
      Der Tweet ist übrigens nicht gelöscht.
      Wären unangemessene Tweets nicht schon häufiger vorgekommen, wäre der Umgang sicher ein anderer. Bis heute habe ich auch nicht den Eindruck, dass Lily ihren Fehler wirklich verstanden hat. Ich warte auch immer noch auf eine Entschuldigung die den Namen verdient.
      Ich bevorzuge zwar Zusammenarbeit, aber wenn jemand in meiner Gruppe die Arbeit der gesamten Gruppe runterzieht und nicht dazulernen will, dann wehre ich mich dagegen.

  8. Aber selbst wenn es „nur eine Frage“ war, war sie in dem Zusammenhang taktlos und unangebracht.

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