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Pirateninterview: Felix Frankemöller

Pirateninterview: Felix Frankemöller

Hinter den Strukturen und Inhalten der Piratenpartei Dortmund stehen viele Menschen, die sie unterstützen, schaffen, weiterentwickeln und vermitteln. Gerade eingetreten in die Partei ist Felix Frankemöller

David Grade (DG): Was möchtest du zu dir erzählen?

Felix Frankemöller (FF): Ich bin 20 Jahre alt und studiere zur Zeit Elektro- und Informationstechnik an der TU Dortmund. Da mein Studiengang viel mit Kommunikation und Daten zu tun hat, mache ich mir Gedanken über Sicherheit, Transparenz und vor allem dem Einsatz von sogenannten „Neuen Medien“ innerhalb der Politik. Meine Hobbys knüpfen genau dort an, ich bastele gerne an Elektronik und vor allem an PCs herum.

DG: Momentan kommen wir medial wenig vor. Wie hast du uns gefunden?

FF: Über Torsten Sommer. Ich kenne ihn vom Fußball und wusste, dass er im Landtag sitzt. Ich bin sehr politikinteressiert, deshalb habe ich den Kontakt genutzt, um mich im Landtag einmal um zusehen. Vor Ort habe ich dann auch andere Piraten kennengelernt und habe schnell gemerkt, dass es politisch viele Übereinstimmungen gibt.

DG: Was sind deine Gründe bei den Piraten dabei zu sein?

FF: Ich möchte politisch etwas verändern und nicht nur Zuschauer sein. Die Piraten machen genau das über einen sehr digitalen und transparenten Weg, der mir sehr gefällt. Ich finde, dass die deutsche Politik in Sachen Digitalisierung im Vergleich mit anderen Staaten deutlich hinterher hinkt und ihr Potential nicht ausschöpft. Die juristische Wegbereitung von freiem, öffentlichen WLAN mag zwar ein erster Schritt sein, kommt allerdings viel zu spät.

DG: Die Piraten haben den Ruf, eine Nerdpartei zu sein. Wie stehst du dazu?

FF: Ich denke, dass genau das gut zu mir passt. Wenn man Elektrotechnik studiert, gewöhnt man sich früher oder später daran, mit dem Begriff „Nerd“ konfrontiert zu werden. Ich sehe diesen Ausdruck nicht als etwas negatives, sondern eher dafür, dass man sich mit Leidenschaft mit technischen und vor allem neuen Themen auseinandersetzt, an die sich andere noch nicht einmal heran getraut haben. Daher sehe ich den Begriff eher als ein Kompliment, weniger als eine Verunglimpfung an.

DG: Was sind aktuell die wichtigsten politischen Themen für dich?

FF: Vor allem der Umgang der Bundesregierung mit dem Freihandlesabkommen TTIP. Ich finde es für eine Regierung untragbar, einen solchen Vertrag, welcher so grundlegend in das alltägliche Leben der Bevölkerung einschneidet, hinter verschlossenen Türen zu verhandeln. An dieser Stelle wäre deutlich mehr Transparenz sinnvoll.

DG: Herzlichen Dank

Das Interview führte David Grade, seit 2014 für die Piraten Dortmund in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord.

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