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Piratinneninterview: Magdalena Zenglein

Magdalena ZengleinMagdalena Zenglein

Hinter den Strukturen und Inhalten der Piratenpartei Dortmund stehen viele Menschen, die sie unterstützen, schaffen, weiterentwickeln und vermitteln. Einer dieser Menschen ist Magdalena Zenglein (MZ).

DG: Was möchtest du zu dir erzählen?

MZ: Ich scherze gerne darüber, dass ich als Münchnerin ein Mietpreisflüchtling und damit Ausländerin in NRW bin. Ich bin ein großer Freund von „anders sein“ und dem Durchbrechen von Stereotypen. Ich finde Schwarz-Weiß-Bilder nur in der Kunst gut. Im richtigen Leben finde ich bunt großartig. Ich bin ein Anhänger dieser naiven Idee, dass die Welt ein besserer Ort ist, wenn sich jeder Mensch auf seine Art für irgendetwas engagiert. Nach meiner Ankunft in Dortmund war ich deswegen in der Fachschaft Physik der TU Dortmund. Inzwischen bin ich wieder auf der Suche nach neuen Aufgaben und taste mich zur Zeit an die Politik und ein Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe heran.

DG: Was sind deine Gründe bei den Piraten dabei zu sein?
Ich möchte mich nicht einfach nur über Politik ärgern, sondern auf Dauer auch etwas verändern, selbst wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Bei den Piraten habe ich viele inhaltliche Übereinstimmungen zu meinen eigenen Ansichten gefunden. Beispielsweise ist mir eine menschenfreundliche Sozial- und Flüchtlingspolitik sehr wichtig. Zusätzlich habe ich bisher den Eindruck, dass die großen Parteien das Internet immer noch völlig als politisches Thema, mit sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen und außenpolitischen Konsequenzen, unterschätzen.
Angenehm finde ich, dass die Piraten so eine niedrige Einstiegsschwelle zur Politik bieten. Ich habe einfach irgendwann den Dortmunder Stammtisch besucht und „Hallo“ gesagt. Danach bin ich, wenn ich Zeit hatte, immer mal wieder am Stammtisch aufgetaucht, um mir in aller Ruhe ein Bild davon zu machen, ob ich denn wirklich ein Pirat werden möchte. In diesem Zusammenhang, haben mir die Dortmunder Piraten auch die Möglichkeit gegeben ihre Kollegen im Düsseldorfer Landtag persönlich zu besuchen.

DG: Die Piraten haben den Ruf eine Nerdpartei zu sein. Was ist an dir nerdig?

MZ: Ich will gar nicht nerdig sein und finde es schrecklich als Nerd bezeichnet zu werden. Dummerweise erfülle ich ich als Physikerin und Admin direkt ein paar Klischees.

DG: Welche lokalpolitische Begebenheit bewegt dich aktuell am meisten?

MZ: Da ich erst vor ein paar Jahren zum Studieren nach Dortmund eingewandert bin, traue ich mir keinen wirklichen Überblick über die Dortmunder Lokalpolitik zu. Dortmunds Rechtsradikale fallen mir jedoch ziemlich besorgniserregend auf.

DG: Herzlichen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte David Grade, Mitglied der Piratenpartei Dortmund und seit 2014 in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord.

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