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Verfehlte Drogenpolitik stützt kriminelle Strukturen

Über einen erfolgreichen Start ihrer Petition zur Einführung von Cannabis Social Clubs freuen sich die Dortmunder Piraten im Rahmen einer Infoveranstaltung am Donnerstag Abend. Thema waren Lösungstrategien im allgemein als gescheitert geltenden Kampf gegen Drogen.

Schon über 1100 Unterschriften hat Nadja Reigl bisher für ihre Petition[1] zur Einführung von so genannten Cannabis Social Clubs (kurz CSC) in Dortmund gesammelt. „Cannabis Social Clubs sind nichtkommerzielle Vereine, die Cannabis nach strengen Regeln ausschließlich an Erwachsene ausgeben dürfen“, erklärt die zweitplatzierte Ratskandidatin der Dortmunder Piraten.

Die Piraten möchten die Stadt Dortmund mit Hilfe ihrer Petition dazu anregen, gemeinsam mit am Thema Interessierten einen Runden Tisch zur Frage der Regulierung von Cannabis auf der kommunalen Ebene einzuberufen. Dessen Ziel soll es sein, eine Ausnahmegenehmigung vom Betäubungsmittelgesetz einzuholen. Das würde ermöglichen, Cannabis Social Clubs in Dortmund einzuführen.

„Es kann doch nicht sein, dass es für einen Jugendlichen einfacher ist, einen Joint zu bekommen, als eine Flasche Bier zu kaufen“, so Nadja Reigl. „Die verfehlte Drogenpolitik von SPD, Grünen und CDU in unserer Stadt stützt kriminelle Strukturen und gefährdet Kinder und Konsumenten. Zudem bindet es die wertvollen Einsatzkräfte der Polizei, wenn sie harmlose Hanfgärtner statt richtiger Verbrecher jagen.“

„Gerade die Nordstadt würde von einer derartigen Regelung profitieren“, stimmt auch David Grade, OB-Kandidat der Piraten, zu. „Erfahrungen aus anderen Ländern haben mehrfach bewiesen, dass der Zugang zu legalen Erwerbsquellen den Schwarzmarkt in kurzer Zeit austrocknet.“

Bereits im letzten Jahr hatten die Piraten erstmalig zum Global Marijuana March in Dortmund aufgerufen, ebenfalls initiiert durch Nadja Reigl.

[1] https://www.openpetition.de/petition/online/drogenpolitik-2-0-fuer-dortmund

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